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Großer Erfolg für Netzwerk der rheinland-pfälzischen Kulturverbände

Am heutigen Donnerstag, den 21.12.2018, wird im Amtsblatt des rheinland-pfälzischen Kulturministeriums die neue „Allgemeine Förderrichtlinie Kultur“ veröffentlicht, die am 1. Januar 2018 in Kraft tritt. Sie ist das Ergebnis eines langen und intensiven Dialogs zwischen dem Netzwerk der rheinland-pfälzischen Kulturverbände und dem für Kultur zuständigen Ministerium am „Runden Tisch Kultur“, der unter der Leitung von Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf (SPD) steht. Die neue Richtlinie schafft Vereinfachungen bei der Beantragung und Abrechnung von Kulturförderungen und stärkt das ehrenamtliche Engagement im Bereich der Kulturarbeit.


„Wir sind heute dem Ministerium und Herrn Minister Wolf zu Dank verpflichtet, dass ein Großteil der vom Netzwerk der Kulturverbände geforderten Vereinfachungen in die Förderrichtlinie übernommen wurden“, so Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz. „Zu Beginn unserer Gespräche standen sich die Verbände und das Kulturministerium sowie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eher skeptisch bis ablehnend gegenüber. Doch in dem Dialogprozess entstand gegenseitiges Verständnis und ein vertrauensvoller Umgang sowie ein gemeinsam erklärtes Ziel: Kulturförderung zu vereinfachen, bürokratische Hürden abzubauen und das Ehrenamt zu stärken. Dies ist uns gemeinsam mit der nun erschienen Förderrichtlinie gelungen“.

Insbesondere Projekte im Kulturbereich, die sich unterhalb einer Fördersumme von 50.000 Euro bewegen und damit den größten Teil der Kulturfördermaßnahmen des Landes ausmachen, profitieren von den Vereinfachungen. Das Ehrenamt wird besonders gefördert, indem ehrenamtlich geleistete Arbeiten im Bereich der Kultur als Eigenbeitrag in Höhe von 10 Euro pro Stunde oder bei einer qualifizierten Tätigkeit in Höhe von bis zu 15 Euro pro Stunde anerkannt werden.

„Antragstellung und Abrechnung binden viel Arbeitszeit und -kraft der professionellen Künstlerinnen und Künstler der freien Szene, die zumeist alle Belange ihrer Arbeit selbst betreuen. Auch für diese ist die Entbürokratisierung im Rahmen der neuen Förderrichtlinie eine große Erleichterung, weil sie Raum für die eigentliche künstlerische Aufgabe schafft“, betont Astrid Sacher als Vorsitzende des Landesverbands professioneller freier Theater.

„Auch wenn wir mit diesem Ergebnis und der Zusammenarbeit sehr zufrieden sind, haben wir dennoch weiterhin einen langen Weg vor uns, die nicht nur aber vor allem für die freie Szene dringend benötigte Steigerung der Kulturausgaben des Landes zu erreichen“, sagt Margret Staal vom Landesverband für Soziokultur und Kulturpädagogik. Auch deshalb ist der „Runde Tisch Kultur“ notwendig und wird weitergeführt um kulturpolitische Entwicklungen und Projekte gemeinsam mit dem zuständigen Minister besprechen zu können.

Das Netzwerk der Kulturverbände besteht aus einem Zusammenschluss folgender Akteure: dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz im Bundesverband e.V., dem Bund Deutscher Kunsterzieher – Landesverband Rheinland-Pfalz, der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik, dem Landesmusikrat, dem Landesverband professioneller freier Theater, dem Museumsverband sowie dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller – Rheinland-Pfalz.