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Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz trauert um Dr. Gabriele Buschmeier

Langjähriges Präsidiumsmitglied und Vertreterin im Rundfunkrat des SWR verstorben


Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz trauert um Dr. Gabriele Buschmeier, die am 13. Juli 2020 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Sie hinterlässt eine große Lücke als langjähriges Präsidiumsmitglied und Vorsitzende des Projektbeirats des LandesJugendEnsembles Neue Musik des Landesmusikrats. 

Gabriele Buschmeier wurde am 13. März 1955 in Schloß Neuhaus/Paderborn geboren. Ihr Studium der Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft, das sie nach Köln, Mainz und Paris führte schloss, sie 1981 mit dem 1. Staatsexamen ab. Im Jahre 1989 erschien ihre Dissertation zum Thema „Die Entwicklung von Szene und Arie in der französischen Oper von Gluck bis Spontini“.

An der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz lag der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit auf der Gluck-Gesamtausgabe, deren Projektleitung sie innehatte. Darüber hinaus war sie für die Kommission für Musikwissenschaft der Akademie als Sachverständige verantwortlich und seit 1994 Koordinatorin der musikwissenschaftlichen Editionen im Akademienprogramm der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Seit 2012 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin der VG Musikedition. Dr. Gabriele Buschmeier war Mitglied im Kuratorium der Villa Musica und im Vorstand der Gesellschaft für Musikforschung als Schatzmeisterin tätig.

Im Jahre 1993 wurde Gabriele Buschmeier in das Präsidium des Landesmusikrats gewählt und war bis zu ihrem Tode geschätztes Mitglied dieses Gremiums. Sie übernahm 2015 den Vorsitz des Projektbeirats des LandesJugendEnsembles Neue Musik und war von 2015 bis 2020 als Vertreterin des Landesmusikrats Mitglied im Rundfunkrat des Südwestrundfunks.

Peter Stieber, der Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz, zeigt sich bestürzt über ihren Tod: „Mit Dr. Gabriele Buschmeier verlieren wir im Präsidium des Landesmusikrats eine geschätzte und kluge Vertreterin der Musikwissenschaften. Sie war ein wunderbarer Mensch und eine allzeit hilfsbereite Kollegin. Gerne erinnern wir uns an die vielen hochinteressanten Konzerte im Rahmen der Reihe ‚Musik im Landtag‘ in Zusammenarbeit mit ihr als Mitarbeiterin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zurück. Im Präsidium des Landesmusikrats hinterlässt sie eine große Lücke. Mit ihr geht der Musik in Rheinland-Pfalz eine engagierte und kompetente Persönlichkeit verloren.“